Die Gründerin und Chefredakteurin der Zeitschrift "balkan anders – Südosteuropäischer Dialog", Christine von Kohl, gibt einen Überblick über die Ideen hinter dieser Publikation:

Die Zeitschrift balkan anders – Südosteuropäischer Dialog, im November 1999 in Wien als "BALKAN - Südosteuropäischer Dialog" gegründet, erscheint sechsmal pro Jahr und wendet sich an Experten und Intellektuelle überhaupt, die Interesse an diesem Thema haben – und an solche, die es noch nicht haben.

Der Balkan ist bereits internationalisiert – seine Europäisierung steht auf dem Programm der internationalen Organisationen, die aufgerufen sind, die Vorstellungen des "Stabilitätspaktes für den Balkan" zu realisieren.

Dazu ist es das Ziel dieser Zeitschrift, ein differenziertes und detailliertes Bild vom "Balkan" zu geben, das zu einer Korrektur des häufig aus Vorurteilen und Unwissenheit entstandenen negativen Eindrucks führen kann. Information und Kommunikation sind die Mittel, mit denen wir dieses Ziel erreichen wollen.

Diese Mittel sollen auch die Beziehungen zwischen den Staaten am Balkan fördern – die fast nicht vorhanden sind – und den Dialog zwischen Westeuropa und den Balkanstaaten, der ebenfalls kaum stattfindet. Wir wünschen uns auch Kommunkation zwischen unseren Lesern und der Redaktion, nicht in Form von Leserbriefen, sondern als direkte Beiträge zu den Themen, die wir aufgreifen.

Ausschnitte und Zitate aus verschiedenen bereits erschienenen Publikationen werden in unsystematischer Auswahl übersetzt und die zum Inhalt relevanten Sprachen der Staaten am Balkan und umgekehrt in die Sprachen Westeuropas. Dabei wird die deutsche Sprache überwiegen. Wenn ein Leser die Übersetzung in eine andere Sprache wünscht, teile er uns dies bitte mit, sie wird so schnell wie möglich erfolgen.

Jede Nummer konzentriert sich auf einen geografischen Schwerpunkt – aber nicht nur. Im ersten Jahrgang waren der Kosovo, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Kroatien, Rumänien und Mazedonien die Themen. Der zweite Jahrgang umfasst Ausgaben zu den Schwerpunkten Mazedonien, Montenegro, Serbien, Balkan, "Vom Umgang mit der Geschichte" (Themenheft), und Kosovo. Im dritten Jahrgang finden sich Hefte zu den Themen Bosnien-Herzegowina, Albanien, Bulgarien, Kroatien, Sonderheft "Diskurs" zu Bosnien-Herzegowina und Mazedonien. Der vierte Jahrgang umfasst Hefte zu den Themen Montenegro, Kosovo (Diskurs #2), Rumänien und Serbien (Doppellnummer mit Schwerpunkt Kultur), Kroatien und die EU (Diskurs #3) sowie zu Albanien.

Unser Ziel ist außerdem eine Vernetzung mit bestehenden Institutionen, Organisationen, Redaktionen in allen involvierten Ländern. Ein Kuratorium ist im Entstehen. Diese Aufgaben erfordern Zeit und wir sind erst am Anfang.

Christine von Kohl



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