SOS !!! Arbeitsplätze für Kosovo !!! SOS


Ein Appell an alle, die wissen, dass eine Stabilisierung dieser
Region ein gemeinsames europäisches Interesse ist.


Wieder ist in Kosovo Blut geflossen - und wieder wurde in aller Welt darüber berichtet. Vor allem aber kritisch gegenüber der albanischen Bevölkerung. Den überraschten ausländischen Beobachtern im Kosovo und in der politischen und nicht-politischen Öffentlichkeit der internationalen Medien sind die Albaner und ihre Forderung nach Unabhängigkeit von Belgrad einmal mehr unverständlich…

Es gibt daher guten Grund, sich grundsätzlich Gedanken, auch neue Gedanken, über die akute und die künftige Lage in dieser Region zu machen, die nach wie vor ein „Pulverfass“ darstellt. Heute ungelöste Probleme in Bezug auf Kosovo können schon morgen eine Destabilisierung in den benachbarten Staaten mit albanischen Minderheiten bedeuten.

Man könnte solche Gedanken nach rückwärts richten, um Ursachen vor allem im internationalen Verhalten 1989, 1997, 1999 zu suchen und zu finden. Nützlicher aber scheint es zu sein, nach neuen Mustern Ausschau zu halten, die aus einer unleugbar verfahrenen Situation als Wegweiser in eine bessere Zukunft dienen könnten.

So die im Westen unpopuläre, aber nichtsdestoweniger kategorische Forderung nach einem wirtschaftspolitischen Konzept, das der gesamten Bevölkerung im Kosovo sofortige Perspektiven bieten muss. Das Argument, die Rechtslage – auch die politische Situation – sei zu unsicher, um Investitionen zu rechtfertigen, hat keine Gültigkeit mehr. Nicht zu investieren, die unglaublich hohe Arbeitslosenziffer (80% der Albaner zwischen 16 und 30 Jahren) einfach hinzunehmen ist erheblich teurer, sowohl kurz- als auch langfristig gedacht…

Es muss ein System individueller Unterstützung kleiner und kleinster Initiativen entwickelt werden. Ob Banken, die EU direkt oder indirekt, ob am Balkan engagierte Firmen, ob finanzkräftige Individuen, jeder einen Teil dieser Aufgabe auf sich nehmen wird, ist im Moment weniger wichtig.

Wichtig ist: Es muss lieber heute als morgen damit begonnen werden.

Engagierte Albaner, Serben, Österreicher und viele andere würden mitarbeiten, um im jeweiligen Bereich die geeigneten Projekte für einen solchen Einsatz persönlich ausfindig zu machen, sie mitzugestalten und zu begleiten.

KULTURNI CENTAR kann Mitarbeiter und Projekte vermitteln: e-mail: kulturni.centar@balkan-dialog.org

Christine von Kohl
aus: Balkan anders, Heft 1, Jahrgang 4, S.136




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